Wer träumt nicht davon – einmal im Leben nach New York zu fliegen. Für uns sollte es im März 2018 soweit sein. Nachdem die Flüge gebucht waren, machten wir uns daran in unsere „Was-wollen-wir-sehen“-Liste eine Struktur zu bringen. Aber wie bekommt man viel zu viele Dinge in viel zu wenig Stunden untergebracht? Und was für ein Hotel bucht man, in einer so riesigen Stadt? Immerhin sollten es nur 4 Nächte in New York sein.

Also fingen wir an uns mehr und mehr mit der Stadt, die niemals schläft, auseinanderzusetzen. Natürlich wurden auch unsere Freunde befragt – nach Tipps und Hotelempfehlungen. Tatsächlich haben wir unser Hotel dann über ein bekanntes Portal gebucht. Nach tagelanger Recherche und immer noch etwas ratlos, ob wir die richtige Wahl getroffen haben, hatten wir uns für das Pod 51 entschieden. Das Hotel liegt im Manhattaner Stadtteil Turtle Bay und verfügt über Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem oder Gemeinschaftsbad. Natürlich hatten wir ein Doppelzimmer mit eigenem Bad. In der Größe absolut ausreichend für eine Städtetrip. Aber man muss sich als paar schon sehr mögen, da die Badezimmerwand nur eine Glaswand ist. Also sehr wenig Privatsphäre.
So hatten wir mehr oder weniger zufällig ein Hotel gebucht, dass sich in perfekter Lage befindet – zumindest nach unserem empfinden. In nicht einmal 5 Minuten waren zu Fuß an der Grand-Central-Station und von dort aus ist der Time Square auch nicht weit.
Jetzt mussten wir nur noch die Tage strukturieren. Dabei hat mir der Rat eines Freundes sehr geholfen – und diesen möchte ich gerne mit euch teilen. Um das Maximum aus unserer Zeit rauszuholen, haben wir Google Maps mit allem gefüttert was wir sehen wollten. Im Anschluss mussten wir alles nur noch nach smarten Routen sortieren. Das Einzige was wir dafür brauchten war ein Google Konto. So konnten wir alle Wunsch-Sehenswürdigkeiten in eine effektive Reihenfolge bringen, ohne unnötige Runden durch die Stadt zu drehen. So führte eine Route von Murray Hill, entlang am United Nations Headquarter und vorbei am Empire State Building nach Midtwon Manhatten. An einem anderen Tag fokussierten wir uns auf Lower Manhatten und Brooklyn. Aber auch ein Tag durch Chelsea und Greenwich Village durfte nicht fehlen. Der Endpunkt eines jeden Tages war immer der Time Square mit seinen bunten Lichtern.

Wie sich herausstellen sollte, hat uns diese Planung die Tage gerettet. Unser Hinflug wurde aufgrund eines angekündigten Schneesturms gecancelt. Wir konnten entweder einen Tag später losfliegen, was auch bedeutete einen Tag weniger in New York, oder auf United Airlines umbuchen. Mit Zielflughafen YFK, anstelle von Newark, nutzen wir dieses Angebot. Der Hinflug war super entspannt, bis sich kurz vor dem Landeanflug der Kapitän bei uns meldete. Das erste was wir hörten war sein schwerer Seufzer. Dann folgte eine Erklärung, dass soeben der angekündigte Schneesturm New York erreicht hatte und alle Flughäfen geschlossen wurden. So wurde unsere Maschine nach Philadelphia umgeleitet. Wie es von dort aus weiter gehen sollte, würden wir erfahren sobald auch die Crew neue Informationen hatte. In Philadelphia angekommen, hieß es erstmal in der Maschine warten und warten und warten. Mittlerweile hatte der Sturm auch uns erreicht und fegte über das Rollfeld hinweg. Nach einer gefühlten Ewigkeit durften die Maschine verlassen und ein abgegrenztes Areal im Flughafengebäude betreten. Alles was wir bis dato wussten, war dass wir auf jeden Fall von Philadelphia nach New York fliegen werden. Wir mussten nur warten bis die Flughäfen in New York wieder frei waren und alle Maschinen, die vor uns landen sollten, abgefertigt waren. Aber eins muss man den Amerikaner lassen, wir waren mehr als GUT versorgt. Neben einem Voucher für den Kiosk, in unserem abgesperrten Bereich, wurde auch noch jede Menge Essen geliefert. Zwischen Pizza, Burgern und Burritos würde wohl fast jeder Traum von typisch amerikanischem Essen wahr. Zusätzlich brachte die Feuerwehr brachte mehr als genug Decken und Kissen. Um die Einreise zu erleichtern und wohl auch weil die Stunden vergingen, absolvierten die Immigration in Philadelphia und nicht in New York. Mit fast 12 Stunden Verspätung und hundemüde erreichten wir mitten in der Nacht unser Hotel in New York.
Zwei gute Sachen hatte unsere Anreise – kein Jetlag und eine super Story.
Sightseeing Highlights & Restaurant Tipps
Ess-a-Bagel
Im Ess-a-Bagel waren wir gleich zweimal. Es war die Empfehlung von Freunden und die möchte ich gerne mit euch teilen. Die Bagels sind riesig und der Auswahl an Belag-Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Zum Teilen reicht er allemal.
Adresse: 831 3rd Ave, New York, NY 10022, Vereinigte Staaten
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High Line Park & Chelsea Market

Der Chelsea Market war der Abschluss unseres Spaziergangs über den High Line Park. Der urbane Garten auf den ehemaligen Eisenbahnschienen oberhalb der Stadt bietet auf einer Länge von 3 km eine gelungene Abwechslung von der lauten und pulsierenden Stadt, die sich unter einem weiterbewegt. Gestartet sind wir über den Zugang in der Nähe der Vessel, die sich bei unserem Besuch noch in der Bauphase befand. Mit ausreichend Zeit auf dem Tagesplan, haben wir die vielen Verweilmöglichkeiten im High Line Park genutzt und einen Blick auf die Stadt mit ihrem spannenden Architekturmix geworfen.

Den Park in dieser Richtung zu erkunden, können wir nur empfehlen. Bevor wir unsere Route fortsetzen, stärksten wir uns in einem der zahlreichen Gastronomieangebote im Chelsea Market. Die Auswahl fiel wirklich nicht leicht, denn das Angebot lässt keine Wünsche offen. Beim nächsten Mal würden wir den Chelsea Market erst einmal komplett erkunden, bevor wir uns für ein Lokal entscheiden. Neben den kulinarischen Leckerbissen, reihen sich ausgefallenen Designerläden und Boutiquen ein. Leider hat der Koffer nur ein begrenztes Platzkontingent.

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Staten Island Ferry
Wer nicht unbedingt die Freiheitsstatue besichtigen möchte, kann sie auch aus der Ferne bei einer Fahrt mit der Staten Island Ferry bestaunen.

Die Staten Island Ferry fährt jede halbe Stunde vom Whitehall Terminal in Downtown Manhatten nach Staten Island. Nicht nur wegen dem Blick auf die Statur of Liberty lohnt sich eine Überfahrt, sondern auch wegen dem einmaligen Blick auf die Skyline von New York. Die Überfahrt ist kostenlos. Mit etwas Glück bekommt man, in Staten Island angekommen, direkt die nächste Fähre zurück nach Manhatten.

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Brooklyn Bridge
Nachdem wir den Vormittag in Lower Manhatten verbracht hatten, wollten wir über die Brooklyn Bridge nach Brooklyn spazieren. Die Hängebrücke ist ein architektonisches Meisterwerk und sollte bei keinem New York Besuch fehlen.

Wir hatten Glück und einen Tag mit nicht allzu vielen Touristen erwischt. So gab es zahlreiche Möglichkeiten für Fotos. Egal in welche Richtung man die Brooklyn Bridge geht, der Weg lohnt sich allemal – einen Blick auf das Finanzviertel und die Statue of Liberty oder in Richtung Empire State Building gibt es zu genüge.

Sollte euer Endpunkt Brooklyn sein, schlendert ausgiebig durch Dumbo und besucht einen der beliebtesten Fotospots zwischen der Ecke Washington Street und Water Street. Hier bekommt man zwischen den Häuserfronten einen imposanten Blick auf die Manhatten Bridge.

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Brooklyn Icecream Factory
Auf Empfehlung unserer Freunde waren wir in diesem alten Feuerwehrbootshaus ein Eis essen. Die Kugel hat ihren stolzen Preis, aber ist ihren Preis wert. Auf dem Weg zu Brooklyn Icecrem Factory sind wir an ein paar Pizzerien vorbeigelaufen. Die langen Schlangen vor den Eingängen machten uns Neugierig und wir konnten uns einen Blick durchs Fenster nicht verkneifen. Ein Besuch ist für den nächsten New York Trip fest eingeplant.
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Katz´s Delikatessen
New Yorks ältester Deli und durch den Film „Harry und Sally“ bekannt. Ein Schild man im Lokal darauf aufmerksam, an welchem Platz die beiden Im Film ihre Szene hatten.

Probiert haben wir das berühmte Pastrami-Sandwich. Als Beilage gab es eingelegte Gurken. Das Sandwich ist so reichhaltig belegt, dass wir uns auch eins hätten teilen können. Bestellt wird an der Theke beim Cutter. Mit etwas Glück und einem netten Lächeln bekommt man direkt an der Theke eine Pastrami-Kostprobe. Bestellen kann man auch am Tisch, aber es macht nicht soviel Spaß wie an der Theke. Bezahlt wird beim Rausgehen.
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Moma
Dem Museum of Modern Art kann man immer Freitagsabends mit freiem Eintritt einen Besuch abstatten. Das Angebot wollten wir auch mitnehmen und einen Blick auf die Kunstwerke von van Gogh, Kandinsky, Picasso oder Pollock werfen. Die Free-Tickets werden im Foyer verteilt – man kann gar nicht dran vorbei. Jedoch waren an unserem Freitagabend nicht alle der insgesamt sechs Etagen geöffnet. Zudem muss man beachten, dass das Museum ist zu dieser Zeit recht voll ist, aber mit etwas Geduld bekommt man auch einen ungestörten Blick auf die einzelnen Kunstwerke.

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Fast-Food-Ketten
Irgendwie muss man doch in jeder Kette zumindest einen Burger probieren, oder? Und nach einem langen Tag und mehr als 20.000 absolvierten Schritten, darf es auch mal ein Burger mit Pommes von Shake Shack sein.
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Eataly
In der Atmosphäre einer Markthalle findet man hier italienische Leckereien und alles was man braucht um sie zuzubereiten. Das Eataly gibt es zweimal in New York – in Downtown und in der Nähe des Flatiron Building. Da wir uns das Flatiron Building anschauen aus der Nähe anschauen wollten, nutzen wir die Gelegenheit gleich für einen Abstecher ins italienische Foodparadies. An vielen Bars & Restaurants, die sich harmonisch in die Halle einfügen, kann man wunderbar italienisch Essen. Etwas überfordert von dem riesigen Angebot, entschieden wir uns für eine Pizza und wurden nicht enttäuscht – wie in Italien.

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Central Park & Gray´s Papaya
Einen Spaziergang durch die grüne Oase der Stadt sollte man sich nicht entgehen lassen. Schon vom Rockefeller Center hatten wir einen Blick auf die Gesamtheit des Parks gehabt. In der Tat sieht er von oben kleiner aus, als er in Wirklichkeit ist. Mit dem Plaza im Rücken und vorbei am Central Park Zoo sind über den Angel of the Waters bis zum Belvedere Castle gelaufen. Hinter den Bäumen erblickt man die imposanten Gebäude der Upper East und Upper West Side. In irgendeinem Reiseführer oder auf irgendeinem Reiseblog hatten wir gelesen, dass man im Gray´s Papaya die besten Hot Dogs der Stadt bekommt. So steuerten wir den Imbiss, nach dem Weg durch den Park, an und ließen uns einen Hot Dog mit Sauerkraut, Zwiebeln, Ketchup und Senf schmecken.

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Rockefeller Center
Wohl jedem New York Besucher stellt sich die Frage, von welchem Dach man einen Blick über die Stadt werfen will. Sicherlich bieten auch viele Rooftop Bars einen atemberaubenden Ausblick, aber ich meine die Entscheidung zwischen Empire State Building und Rockefeller Center. Mit genügend Zeit kann und sollte man sich wohl keines der beiden Gebäude entgehen lassen. Wir haben uns für das Rockefelller Center entschieden. Wohl auch, weil wir einen Blick auf die berühmte Eislaufbahn werfen wollten. Oben angekommen erwartet einen eine atemberaubende 360° Aussicht über Manhatten. Ob Central Park, Bloomberg Tower, East River, Chrysler Building Williamsburg Bridge, Manhatten Bridge, Brooklyn Bridge, Empire State Buidling, Statue of Liberty oder das One World Trade Center – man muss sich nur entscheiden wohin der Blick einen zuerst führt.

Für das Ticket nach oben haben wir 2018 um die 82 Dollar für 2 Personen bezahlt. Vorreserviert hatten wir nicht.
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Auf den Spuren von SATC
Einmal vor der Haustür von Carry Bradshaw stehen, das wollte ich auch. Das Haus, indem sich ihr Apartment befindet steht nicht, wie in der Serie auf der Upper East Side sondern in der Perry Street im West Village. Auf die Treppe selber kommt man nicht. Sie ist abgesperrt und mit dem Hinweis versehen, dass sie für Besucher gesperrt ist. Aber mit ein wenig Geschick, fällt die Kette auf den Fotos gar nicht auf.Und wenn man schon einmal in der Nähe ist, dann kann man auch Magnolia Bakery einen Besuch abstatten. Der kleine Laden in der Bleeker Street versprüht einen leichten Vintage Charme. Bei der Auswahl an kleinen Kuchen und Cupcakes fällt die Auswahl nicht leicht. Den Red Velvet Cake können wir gerne weiterempfehlen.

Auch wenn es lustig war, auf Carries Spuren unterwegs zu sein, waren die Filmsets in der Gegend fast noch spannender. An fast Ecke wurde gedreht oder ein Set aufgebaut. Einen berühmten Schauspieler haben wir nicht gesehen, aber schon der Blick hinter die Kulissen hat sich gelohnt.
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The New York Public Library
Ehrwürdig begrüßt einen die New York Public Library, deren Eingang von zwei Marmor-Löwen gesäumt wird. Vielleicht musste Mit einem Audioguide kann man die 3 Stockwerke erkunden und lernt allerhand über die Geschichte der Bibliothek und die Objekte, die in ihr beheimatet sind. Nicht alle Bereiche der Bibliothek sind öffentlich zugängig. In einigen Bereichen finden Wechselausstellungen statt.
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Mobile Caféwagen & Foodtrucks
Das Angebot haben wir definitiv zu wenig genutzt. Lediglich für einen Kaffee und einen Donut hat es gereicht. Beim nächsten New York Besuch wollen wir das Angebot mehr nutzen.

