Timmendorfer Strand

Nach über einem Jahr Pandemie und einem kleinen Wanderurlaub 2020 in der Zugspitz-Region, wollten wir uns endlich mal wieder eine Meeresbrise um die Nase wehen lassen.  Da wir nur ein paar Tage Zeit hatten und aufgrund anstehender Termine noch nicht fliegen wollten, sollte es ein Urlaub an Deutschlands Ostseeküste werden. Wir buchten ein paar Nächte am Timmendorfer Strand, was durch die Einstufung der „Inneren Lübecker Bucht“ als Corona-Modellregion möglich war. Die Wetterprognosen waren gemischt, aber das sollte und nicht abhalten. Einfach mal rauskommen war unsere Devise.

Übernachtet haben wir 4 Nächte im Hotel Strandgrün. Das Hotel liegt direkt an der Golfanlage Seeschlösschen, die aus dem 18-Loch Nordplatz und dem 18-Loch Südplatz besteht. Übernachten kann man in mehr als 80 Zimmern unterschiedlicher Kategorien, die sich auf 4 Gebäude verteilen. Unser Zimmer hätte sich, an der ein oder anderen Ecke, über eine Schönheitsreperatur gefreut und für den Outfitcheck wäre ein Ganzkörperspiegel nett gewesen. Mir persönlich hat beim Frühstück auch das ein oder andere gefehlt, aber da ist jeder Geschmack zum Glück anders. Aber alles in allem war das Hotel für unsere Kombi aus Golfen – für den Mann – und Erholung – für uns beide – ideal.

Blick auf die Driving Range

Vom Hotel aus ist man zu Fuß in 20 bis 30 Minuten an der Strandpromenande. Ehrlicherweise haben wir den gut ausgewiesenen Fußweg nur einmal bestritten und sind sonst mit dem Auto ins Zentrum gedüst. Das Parkplatzsystem, mit großen öffentlichen und kostenfreien Parkplätzen, haben wir als sehr smart empfunden und gerne genutzt.

Timmendorfer Strand hat uns super gut gefallen. Die Strandpromenade lädt zum schlendern ein. Bei stabilerem Wetter hätten wir uns auch einen Strandkorb gemietet. Mit 15 Euro pro Tag erschien uns der Preis vollkommen in Ordnung. Aber auch die Schaufenster und Cafés der Innenstadt sind einen Besuch wert. Wie herrlich war es einfach nur in der Sonne zu sitzen mit einem Spritz in der Hand. Für die gemeldeten Schlechtwetter-Stunden hatten wir uns Tickets fürs Sealife gebucht. Im Aquarium gibt es für Groß und Klein viel zu entdecken. In unterschiedlichen Themenbecken erlebt man die Unterwasserwelt aus Nah und Fern – ob Rochen, Piranhas, Haie oder Schildkröten, Auch Dori und Nemo kann man durch die Scheibe beobachten. Den krönenden Abschluss bildet der Unterwassertunnel. Von außen wirkt das Gebäude sehr klein. Aber nicht irritieren lassen.

Für einen Nachmittag haben wir uns ins 12 km entfernte Travemünde begeben. Der Parkplatz an der Trellerbogenallee war der perfekte Ausgangspunkt unserer Entdeckungstour. Vom Parkplatz kommt man ganz einfach zum neuen Leuchtfeuer – den Weg sind wir aber nicht gelaufen. Dafür sind wir entlang der Vorderreihe hin zum Ab- und Anleger der Priwallfähre. Die Fähre für Autos und Fußgänger verbindet den Stadtteil Travemünde oder auch Alt-Travemünde mit dem Bezirk Priwall. Natürlich haben wir auf die Halbinsel übergesetzt und unseren Rundgang an der Uferpromenade entlang fortgesetzt. Den Viermastbark PASSAT, ein Wahrzeichen Travemündes“ wollten wir uns auch einmal aus der Nähe anschauen. Nach der Rückfahrt mit der Fähre haben wir den Tag im Strandkorb bei Gosch mit einem Frischbrötchen ausklingen lassen.

Irgendwann werden wir sicherlich wieder einen Urlaub an der Ostsee machen. Hoffentlich bei stabilerem Wetter und mit einem Tag im Strandkorb. Dann eventuell auch in Kombination mit ein paar Nächten in Hamburg. Vielleicht kommen wir beim nächsten Mal wieder an den Timmendorfer Strand oder wir entdecken eines der vielen anderen schönen Orte an der Ostsee.

Restauranttipps

Fischkiste
Das Restaurant am Niendorfer Hafen hat uns so gut gefallen, dass wir hier gleich zweimal Essen waren. Neben der Empfehlung des Monats, einer guten Fischauswahl sowie vegangen und vegetarischen Gerichten, findet man in der Fischkiste auch eine extra Beeferkarte. So kommt jeder auf seine Kosten bzw. auf seinen Geschmack. Auf der Weinkarte haben wir einen neuen Lieblingswein entdeckt, den wir nach kurzer Internetrecherche auch gleich für zu Hause bestellt haben.

Johannsens
Durch die maritime, leicht rustikale Einrichtung hat man das Gefühl auf Unterdeck Essen zu gehen. Ein großes Aquarium zieht die Blicke aller Besucher auf sich. Vielleicht etwas skurril, wenn man parallel Fisch bestellt. Wären wir  ein paar Tage länger geblieben, wären wir definitiv noch einmal im Johannsens Essen gewesen.

Gosch Sylt
Sowohl in Timmendorfer Strand als auch in Travemünde waren wir hier ein Fischbrötchen essen. Super entspannt, dank Selbstbedienung. Bei schönem Wetter wartet man schonmal auf einen Platz.

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