Plettenberg Bay

Plettenberg Bay & Robberg Nature Reserve 

Knapp 522 km von Kapstadt entfernt in Richtung Osten lag unser erster Stopp – Plettenberg Bay.
Plettenberg Bay oder auch Plett, wie die Einheimischen Ihren Ort nennen, ist eine bezaubernde Stadt an der Garden Route in der südafrikanischen Provinz Westkap. 

Nach einem entspannten Frühstück in Kapstadt und mit etwas Respekt vor dem Linksverkehr, verbrachten wir den ersten Tag unserer Reise auf der Straße. Am späten Nachmittag erreichten wir unser Guesthouse in Plettenberg Bay. Wir hatten uns für das Ocean Watch Guest House entschieden, vor allem wegen seiner Aussicht, und wurden nicht enttäuscht.
Ganz berauscht von den Eindrücken der Reise – hinter jeder Kurve eröffnete sich uns die wundervolle Landschaft jedes Mal aufs Neue – haben wir den Tag in Plettenberg Bay ganz entspannt bei leckerstem Essen und einem guten Glas Wein ausklingen lassen.

Im The Fat Fisch waren wir Abends essen. Dazu weiter unten mehr.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg ins Robberg Nature Reserve.

Der Hauptgrund warum wir Plettenberg Bay als Zwischenstopp für unsere Reise durch Südafrika gewählt hatten. 

Robberg Halbinsel

Das Naturschutzgebiet ist eine Halbinsel, ca. 8 km südlich von Plettenberg Bay entfernt, auf der es 3 Wanderrouten zu bewältigen gibt – ca. 1km, 5km und 10km lang. Alle 3 Routen sind miteinander verbunden und so kann jeder individuell entscheiden, nach welcher Wanderroute ihm gerade der Kopf steht. Für uns war direkt klar, dass wir die längste der 3 Routen bewältigen wollen. Die Belohnung sollte für uns die atemberaubende Aussicht an der Spitze der Halbinsel sein. Die Strecke führt meist über einen mehr oder weniger befestigten Weg, nur der Rückweg führt teils offroad zwischen den Felsen entlang.
Sollte man sich für die lange Route, hin zur Spitze der Halbinsel entscheiden, gibt es eine Sache zu beachten: Die Spitze der Halbinsel muss bis zu einem bestimmten Zeitpunkt umrundet sein, damit einen auf dem Rückweg die Flut nicht überrascht. 

Auf dem Weg zur Spitze der Halbinsel kann man, an bestimmten und ausgewiesenen Stellen, Robben beim Sonnenbaden beobachten. Wale, Delphine oder sogar Haie wollten sich uns nicht zeigen.

Auch wenn der Weg manchmal etwas beschwerlich war, so würden wir die 10 km Runde jedes Mal wieder bestreiten. 

Mit Schildern wird auf der Wanderung auch auf die Robbenplattformen und Kolonien hingewiesen.

Der Eintritt ins Reservat ist normalerweise kostenpflichtig, da wir in der Woche des Heritage Day da waren war für uns der Eintritt gratis. Bei Einfahrt in den Park trägt man sich, wie in vielen Naturreservaten, seine Ausweisnummer und Telefonnummer in eine Liste ein. Der Zweck dessen, hat sich uns nicht immer gezeigt, vor allem da das Kassenhäuschen im Robberg Nature Reserve nicht mehr besetzt war als wir aus dem Park weggefahren sind.

Abends hieß es dann nur noch entspannen und die müden Knochen etwas schonen. Gestartet sind wir mit einer Flasche Wein und netten Gesprächen, mit den anderen Bewohnern unserer Guesthouses, auf der Gemeinschaftsterrasse. Weiter ging es dann zum Steakhouse, welches uns Freunde empfohlen hatten, denn wir wollten Steak vom Springbock probieren.

Tsitsikama National Park

Nach einer erholsamen Nacht, hieß es für uns auch schon wieder Abschied von Plettenberg Bay und unseren lieben Guesthouse-Betreibern nehmen. Für uns ging es weiter nach Knysna. Dorthin unterwegs legten wir einen kleinen Umweg mit Zwischenstopp im Tsitsikama National Park ein. Ungefähr eine Stunde Autofahrt von Plettenberg Bay entfernt, liegt ein Stück Urwald mit unbeschreiblicher Natur. Ein beliebter Spot im Nationalpark ist die Hängebrücke, die über die Flussmündung des Storm´s River führt. Das war auch unser Ziel. 

Die Durchfahrtsstraße durch den National Park ist Mautpflichtig. Der Weg zum Storm´s River Areal ist gut ausgeschildert. Aber um in diesen Teilbereich des National Parks zu gelangen, muss ein weiteres Gate passiert werden. Hier hinterlegt man seine Daten und zahlt den Eintritt in den Park. Nach etwa 4 km erreicht man dann einen Parkplatz mit angrenzender Gastronomie, einem Souvenirshop und einem Informationscounter. Direkt hinterm Parkplatz startet der ca. 1 km lange Mouth Trail zur Hängebrücke. Der Weg ist einfach zu bewältigen und führt über einen breiten Holzsteg. Somit war der Trail für uns der perfekte Ausgleich zum Robberg Nature Reserve. Hat man die Hängebrücke überquert führt einen der Weg den angrenzenden Berg hinauf zu einem Aussichtspunkt. Den Teil haben wir uns gespart und bei einem kleinen Picknick am Wasser lieber etwas das Wetter und die Aussicht genossen.

Kleiner Tipp:
Wir haben im ganzen Nationalpark keine einzige Tankstelle gesehen. Also besser vorher tanken, falls notwendig.

Restaurantempfehlungen in Plettenberg Bay

The Fat Fish
The Fat Fish ist das was der Name schon aussagt, ein Fischrestaurant. Doch auch jeder Fleischliebhaber und Vegetarier kommt hier ganz auf seine Kosten.

Alles was wir bestellt haben war unglaublich lecker. Unsere absolute Empfehlung ist die Meringue zum Nachtisch. Wir hatten sie bei ein paar anderen Gästen gesehen und wollten dieses Dessert alleine schon wegen der Optik unbedingt probieren. 

Wie in fast allen Restaurants, in denen wir in Südafrika Essen waren, ist es auch besser im The Fat Fisch zu reservieren. Aber auch ohne Reservierung hatten wir Glück und nach einem kurzen Drink an der Bar bekamen wir relativ schnell unseren Tisch zugewiesen. 

NGUNI
Das Nguni liegt in zentraler Lage in Plettenberg Bay und ist die richtige Adresse für jeden Fleischliebhaber. Wir waren hier auf Empfehlung von Freunden und können diese Empfehlung nur weiter geben. 

Unbedingt den Springbock probieren. 

Hotel in Plettenberg Bay

Ocean Watch Guest House
Ein Guest House mit 6 individuell eingerichteten Zimmern und wundervollem Blick auf einen der Strände von Plettenberg Bay.  

Wir hatten ein Zimmer auf der ersten Etage – den Colonial Room. Zugang zum Zimmer hat man über die Gemeinschaftsterrasse. Das war mir zum Zeitpunkt der Buchung nicht wirklich bewusst, tut dem Zimmer aber keinen Abbruch. Morgens nach dem Frühstück kann man, mit herrlichem Ausblick, seinen Kaffee auf der Terrasse geniessen. Oder man geniesst eine Flasche Wein zum Sonnenuntergang und kommt vielleicht ins Gespräch mit den anderen derzeitigen Gästen, so wie wir. Den Wein erhält man für kleines Geld am Empfang des Guesthouse. Sollte der Empfang nicht besetzt ist, steht dort ein Karton, aus dem man sich bedienen kann. Die Entnahme meldet man einfach am nächsten Tag und bezahlt die Mehrkosten ganz entspannt bei seiner Abreise.

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